Wie kann die Gemeinde die Frist wahren?

Grundsätzlich muss sie den Zugang der Willenserklärung innerhalb der Frist nachweisen. Bei Übermittlung per einfachem Brief ist die Drei-Tages-Fiktion des Art. 41 Abs. 2 BayVwVfG, die eigentlich nur für VA gilt, analog anzuwenden.

Beantragt die Gemeinde die vorläufige Untersagung, muss sie den Bauherrn ebenfalls innerhalb der Monatsfrist davon benachrichtigen, damit dieser nicht irrtümlich mit dem Bauvorhaben beginnt.

Wann gilt die Freistellung nach Ablauf der Monatsfrist (Art. 58 Abs. 3 Satz 3) nicht?

Keine Anwendung hat die Monatsfrist natürlich, wenn die Gemeinde vor Ablauf erklärt hat, dass ein Genehmigungsverfahren durchgeführt werden soll oder sie eine vorläufige Untersagung beantragt hat. Außerdem beginnt die Frist bei unvollständigen Unterlagen schon gar nicht zu laufen, der Ablauf eines Monats ist also hier nicht relevant.